Der große Gatsby!

Dinge, die ich mag, Filme

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Nach meiner begeisterten Lektüre von F. Scott Fitzgeralds “Der große Gatsby” , empfand ich die Neuerscheinung des Films von Baz Luhrmann als

Okay. Erwischt. Ich geb es zu. Ich habe “Der große Gatsby” nie gelesen. Ich hab es versucht und bin bis zur ersten Party gekommen, glaube ich. Vielleicht habe ich aber auch geschummelt und ein paar Seiten vor geblättert. Jedenfalls kann ich nicht wirklich etwas dazu sagen. Außer, dass ich entweder dumm bin oder möglicherweise das Buch auch ein bisschen langweilig geschrieben ist dumm bin.

Aber es soll ja auch um den Film gehen und der ist, da braucht man nicht groß drum rum reden: Großartig!

Tobey Maguire mal wiedersehen und denken: Hey. Der ist ja eigentlich doch ganz cool! Und Leo ist eben Leo, wie immer. Abgesehen von der leicht missglückten Zigarettenszene. Wo war da dein Raucherblick!? Du weißt schon, den, den du immer hast in jedem Film. Den hier:

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Und dann natürlich eine ganz bezaubernde Carey Mulligan, die ich auch schon in Shame so genial fand.

Das ganze spielt Anfang der 20er Jahre. Ihr wisst schon: Bubikopf-Frisuren, Pailetten- und Fransenkleider, Zigarettenspitzen usw..  Das Zeug, was man jetzt auch wieder kaufen kann, um auf Swing-Parties zu gehen.

Zum Plot:

Nick Carraway (Tobey Maguire) mietet über den Sommer ein kleines Häuschen auf Long Island, weil er in New York an der Wallstreet Karriere machen will. Praktischerweise wohnt in der Nähe auch seine Cousine Daisy Buchanan (Carey Mulligan), die megareich ist und deshalb wahnsinnig unglücklich sein muss. Karma!

Bei einem Besuch bei ihr, und ihrem Mann Tom, der sich natürlich als ein klassisches Arschloch-Exemplar entpuppt, erfährt Nick zum ersten Mal, dass das riesige Schloss neben seinem Häuschen einem gewissen Mr. Gatsby gehört. Dort, wo immer super coole Parties (obwohl das Wort Party viel zu mickrig ist, viel mehr orgiastische Feste oder sowas)  stattfinden und Nick will da natürlich auch mal unbedingt hin.

Kurz fragt man sich dann, wie dieses kleine Häuschen dort, wo alle Reichen wohnen, überhaupt stehen kann, aber dann wird Nick auch schon von Gatsby zu einer dieser “Partys” eingeladen (Hurra!) und hey, da ist überall Glitzer! In 3D!

Ganz nach dem Motto “A Little Party Never Killed Nobody” zieht Baz Luhrmann dann jegliches Aufmerksamkeitsvermögen auf  Konfetti-Kanonen, Glitzer-Regen, Tänzerinnen, Musik und Feuerwerk. Ein bisschen viel? Ach kaum.

Doch wer dabei einen originalen 20er Jahre Soundtrack erwartet, der muss wohl weiter auf Swing-Parties gehen, denn im Gegensatz zu den Kostümen und den Settings ist die wirklich absolut aus 2013. Mit  z.B: Jay Z, Lana del Ray, Florence and the Machine und noch weiteren Leuten, die man zur Zeit so in den Clubs hört.

Zugegeben zuerst dachte ich dann: Hm. Ich wollte aber Jazz und Swing! Wieso kommt da jetzt Beyonce?! Aber dann funktioniert es plötzlich und das Gefühl, was damals vorgeherrscht haben muss, überträgt sich in die heutige Zeit und man will sofort in Großraumdiscos gehen und zwischen Tänzerinnen im Glitzer-Regen stehen. (Was man später wieder überdenkt.)

Jedenfalls kommt dann die Liebesgeschichte. Von irgendwem zu irgendwem und natürlich hat dieser Mr. Gatsby einiges im Keller, aber ich hasse spoilern. Und wenn man den Roman nicht gelesen hat, dann sollte man einfach in den Film gehen, weil er toll ist.

Wäre ich reich, würde ich ihn noch mal gucken. Aber zum Glück bin ich das nicht, denn sonst müsste ich einen Arschloch-Mann heiraten und immer traurig gucken.

Vielleicht gebe ich dem Roman nochmal eine Chance…

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