Junibrief und Unprätentiös-Podcast Ausgabe Nr. 18 // Finale

Dinge, die ich mag

“When I was all set to go, when I had my bags and all, I stood for a while next to the stairs and took a last look down the goddam corridor. I was sort of crying. I don’t know why. I put my red hunting hat on, and turned the peak around to the back, the way I liked it, and then I yelled at the top of my goddam voice, „Sleep tight, ya morons!“ I’ll bet I woke up every bastard on the whole floor. Then I got the hell out. Some stupid guy had thrown peanut shells all over the stairs, and I damn near broke my crazy neck.”

(J.D. Salinger / Catcher in the Rye)

 

Das wird jetzt eine traurige Nachricht sein, also haltet eure Ärmel bereit (die viel besseren Taschentücher nämlich), aber ich habe mich dafür entschieden, den Unprätentiös-Podcast zu beenden. Boom.

Ja richtig gelesen. Beenden. Im Sinne von. Das ist die letzte Folge. Ich weiß, ich weiß das ist schwer zu verstehen. Und ich selbst bin auch nicht frei von Zweifeln an dieser Entscheidung, aber jetzt und ich kann nicht glauben, dass ich das tatsächlich sage aber: Jedes Ende ist auch ein Anfang.

Ich hatte immer das Gefühl, dass dieses Projekt limitiert ist, dass es eine Art limitierte Auflage gibt, die ein Ganzes ergibt. Diese 18 Folgen sind mir extrem wichtig. Sie behandeln immer ein Thema und eine Person, die für mich auf eine Art mit diesem Thema verknüpft ist. Qualität und Recherche, ein persönliches Interesse war mir dabei immer wichtig und ich habe einfach das Gefühl, dass es bis hierhin geglückt ist und jetzt andere Dinge auf mich warten. Sich monatlich mit einem Thema auseinander zusetzten hat Spaß gemacht, ist aber auch zeitaufwendig und ich bin schon immer ein Freund von: „Man soll gehen, wenn’s am schönsten ist“, gewesen.

Und bevor ich in weitere Plattitüden verfalle, hier die 5 Stufen der Trauer, die ich gerade durchlaufe. Manche auch öfter:

  1. Leugnung

„Ich kann das alles aus der Folge raus schneiden und so tun, als hätte ich das nie beschlossen. Es macht dann vielleicht weniger Sinn, aber dafür wird es weitere Folgen geben.“

2. Wut

„Was für eine dumme Idee war das? Wieso habe ich das die ganze Zeit im Podcast gesagt? Warum ist das das Podcast Thema? Was für eine kack dumme scheiß Idee?“

3. Verhandeln

„Es ist nur das Staffelende. Es ist nicht das richtige Ende. Es ist ein Ende, aber nicht für immer. In drei Monaten mache ich weiter.“

4. Depression

„Was soll ich denn ohne den Podcast machen? Wie strukturiere ich meine Monate? Ich werde nie wieder interessante Menschen kennen lernen? Es hat doch alles keinen Sinn.“

5. Akzeptanz

„Es war eine schöne Zeit, aber ich habe andere Projekte, die meine volle Aufmerksamkeit einfordern und die ich persönlich gerade spannender finde und ich kann tatsächlich eine neue Staffel machen, wenn die Zeit reif ist.“

Und tatsächlich muss man Podcast-technisch auch nicht auf mich verzichten. Zusammen mit Svenja habe ich seit April den Reptile People Podcast, der so ca. alle zwei Wochen raus kommt und eigentlich eh viel cooler ist. Wisster Bescheid!

So und nun die allerletzte Folge Unprätentiös. Dieses Mal mit einem Gast, der schon einmal da war: Svenja Gräfen, hat mich mal wieder in Berlin besucht und ich hätte mir für die letzte Folge keinen tolleren Gast wünschen können. Auch sie hat gerade etwas beendet, aber das erzählt sie dann im Podcast. Wir reden über Filmenden, Fortsetzungen, meine latente Trauer/Verleugnung den Podcast zu beenden und Pocahontas kommt auch vor. Klar.

Ich wünsch euch noch viel mehr Spaß als sonst beim Zuhören! Knowing it’s the last. Let’s make it special!

Podcast-Notizen:

  • Moodboard im Juni
  • Pocahontas 1 & 2
  • Harry Potter „Das Ende“
  • Harry Potter, Das Theaterstück
  • pottermore.com

 

 

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