Maibrief und Unprätentiös-Podcast Ausgabe Nr.17 // Wachstumsphase

Dinge, die ich mag

Während ich diesen Maibrief schreibe, sitze ich auf meinem Balkon, um mich herum ist alles grün und wächst und blüht und ich bin ein bisschen stolz, dass das alles da ist. Dass es da ist, weil ich mich darum gekümmert habe, weil ich manchmal doch noch mal extra nach Hause bin um die Pflanzen zu gießen, weil mir das wichtig ist, dass es weiter geht. Dass es nicht aufhört zu wachsen und wenn dann ist der Wind Schuld oder die Sonne oder die Erde. Ich habe gegossen. Ich habe meinen Teil getan.

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Radieschen-Ernte

 

Weil das schön ist und auch relativ einfach. Und man super Pflanzen-Analogien zu seinem Leben finden kann. „Manchmal muss man Äste abschneiden, damit neues wachsen kann, damit mehr Blüten kommen, damit sich was verzweigt. Manchmal denkt man, etwas ist tot und dann plötzlich im Frühling kommt es wieder. Manchmal ist etwas tatsächlich gestorben, aber man traut sich nicht nachzuschauen.“ And so on.

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Kamillen-Ernte

Vor zwei Jahren habe ich angefangen mich näher mit Pflanzen zu beschäftigen und um als richtiger Hobby-Gärtner durchzustarten, war ich lange auf der Suche nach einem richtigen Buch. Dass mir ganz genau erklärt, wie ich etwas zu säen habe und wo und wann und am besten muss ich gar nicht mehr einkaufen, weil ich mich praktisch selbst versorge.

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Hängende Kräuter (Minze, Petersilie, Koriander, Basilikum)

Dieses Buch habe ich bisher immer noch nicht gefunden. Ich fürchte auch, dass all diese Garten/Balkonbücher auch nur zu einem gewissen Teil einem wirklich helfen können. Denn das wichtigste was ich beim Gärtnern bisher gelernt habe, ist: Alles ist immer ein bisschen anders. Mein Standort ist anders, meine Erde ist anders, der Blumentopf hat eine andere Größe, das Saatgut  usw..

Wichtig ist das ausprobieren und beobachten. Ist es hier windig, schattig, sonnig? Wann ist es so? Wann muss ich mehr gießen, wann weniger? Welche Erde habe ich benutzt?

Richtiges Gärtnern bedeutet für mich auf die individuelle Situation der Pflanze einzugehen, so wie man das auch sonst im Leben tut. (Analogie again…)

Ob man nun ein paar Basilikumsamen in einem Topf auf der Fensterbank kultiviert oder riesige Tomatenpflanzen auf dem Balkon. Egal wie groß oder klein der „Garten“, dass man sieht wie etwas wächst, sich verändert, dass man etwas damit zu tun hat, ich finde, dass kann man ruhig schon mal machen. Ich glaube, dass ist auch gut für das eigene Wachsen.

Deshalb spreche ich diesen Monat im Podcast auch mit der großartige Lena Appel, die ihre Master-Arbeit über indigene Landwirtschaft geschrieben hat und daher sehr viel über Selbstversorgung und alternative Beziehungen zur Natur geforscht hat. Weiterhin reden wir über den Widerwillen in Supermärkte zu gehen, das Gärtnern im Kommen ist und warum es wichtig ist das landwirtschaftliche Wissen nicht zu verlieren. Und Schrebergärten. Mehr Schrebergärten für alle!

Viel Spaß beim Zuhören!

P.s.: Der Podcast wurde im März aufgenommen, daher reden wir so viel über den Frühlingsanfang.

 

 Podcast-Notizen:

Aprilbrief und Podcast Ausgabe Nr.16 //Besides it’s always the others who die

Dinge, die ich mag

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Mittlerweile ist in Berlin der Frühling eingekehrt.  Man hat schon wieder vergessen, wie es war, als alles grau in grau die Nachmittage zu frühen Abenden verwandelt hat. Das Leben  beginnt wieder, keine kalten Nächte mehr in irgendwelchen Schlangen, jetzt nur noch irgendwelche Schlangen und Gösser in der Sonne. Mein Avocadobaum weiß auch Bescheid und treibt wieder neue Blätter aus, der Sommer kommt, jetzt ist es gewiss.

Mein fünftes Semester an der UdK hat angefangen, die erste Woche direkt mal ein Regie Workshop bei Christian Schwochow, ein sehr spontaner und ein halb-spontaner Theaterbesuch. Und dann auch noch die neue Staffel Game of Thrones.  – Es ist gut, wenn es gut läuft.

Nichtsdestotrotz ist das Thema für den Podcast diesen Monat ein eher schweres. Ein trauriges. Und ein bisschen auch ein Thema, was einen sprachlos machen kann. Der Tod eines geliebten Menschen und die Trauer darum, der eigene Tod der einem auch irgendwann bevorsteht. Ein Thema um das viele Tabus kreisen und ich selbst auch gemerkt habe, dass es bei mir eine gewisse Scheu ausgelöst hat und die Angst etwas falsches zu sagen groß war. Sarah Riedeberger, die diesen Monat Gast ist, versucht dieser Sprachlosigkeit, dieser Ohnmacht etwas entgegen zu setzen. Mit ihrem Blog „Wir sind noch hier“ beschäftigt sie sich ausschließlich mit dem Tod und der ihrer Meinung nach fehlenden Trauerkultur und plädiert für eine stärkere Auseinandersetzung. Und wie sie selbst sagt: „So traurig war es dann auch nicht.“

Aber bevor ich zu viel verrate den Rest hört ihr wie immer im Podcast und ich wünsche trotz des ernsteren Themas viel Spaß beim Zuhören!

 

Podcast-Notizen:

Download: https://soundcloud.com/unpraetentioespodcast/unpratentios-im-april-besides-its-always-the-others-who-die-mit-sarah-riedeberger/download.mp3

 

Märzbrief und Podcast Ausgabe Nr. 15 // Computer In Love

Dinge, die ich mag

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Ein bisschen ist Bloggen ja wie Tagebuch schreiben. Je besser es gerade läuft umso weniger hat man Lust etwas aufzuschreiben, weil man viel zu sehr beschäftigt damit ist, da zu sein und auf das nächste Tolle zu warten. Tja so ist das halt. (Und manchmal schreibt man einen ganz langen Text und dann speichert wordpress das nicht richtig und man kann alles noch mal von vorne machen.) Daher habe ich mir gedacht, dass ich den Monatsbrief und den Podcast einfach in einen Blogtext packe et voila!

Diesen Monat ist ziemlich viel bei mir passiert, ich war im Urlaub, habe einen Job gekündigt, den Reptile People Podcast mit der großartigen Svenja Reiner gestartet und auch einen Preis mit ihr gewonnen. Das war alles sehr schön.

Und das Konzept Urlaub werde ich auch definitiv ab sofort in mein Leben integrieren. Also so richtig Urlaub machen. Nicht so wie bisher immer an schöne Orte fahren um dann dort zu schreiben. Nein so wie alle anderen Leute das machen: Viel Essen, ein bisschen Kultur und rumliegen. Das ist dann auch tatsächlich entspannend. Und ich glaube das ist doch auch der Sinn davon. Preise gewinnen ist auch ein sehr gutes Konzept und sich überlegen was man mit Preisgeld macht ist auch ein schöner Zeitvertreib.

Diesen Monat ist das Thema im Podcast „Computer In Love“ inspiriert von diesem Lied und der Welt. Die wunderbare Bianca Xenia Mayer, auch bekannt als Groschenphilosophin und Redakteurin für bento, hat mich besucht und wir haben neben unserer Liebe zu Gin mit Ginger Ale noch so einige andere Gemeinsamkeiten gefunden. Wir stellen uns vor wie wir in zwanzig Jahren Sex haben werden, ob es dann Fern-Sex gibt, so wie heute Fern-Beziehung. Warum man nicht im Facebook von anderen Leuten stöbern sollte und wie man das so übersteht in eine fremde Stadt zu ziehen. Wie man Freundschaften übers Internet hält und wie man neue dazu bekommt. Und den Rest hört ihr wie immer dann im Podcast. No risk no fun!

Viel Spaß beim Zuhören!